Termingeschäfte

Das Kaufen oder Verkaufen mittels Termingeschäften (Forwards) bedeutet das gegenwärtige Abwickeln von Transaktionen zu festgesetzten Zahlungs- und Lieferungskonditionen an einem spezifischen Zeitpunkt in der Zukunft.

Sollten Sie EUA Dec17 von uns kaufen, bedeutet, dass in der Gegenwart vertraglich ein Preis vereinbart wird, zu welchem wir im Dezember 2017 die gewünschten Zertifikate gegen Bezahlung am vereinbarten Lieferungstermin übertragen werden. Wir handeln alle unsere Termingeschäfte an der Intercontinental Exchange (ICE).

Warum Termingeschäfte

Termingeschäfte erlauben die gegenwärtige Festlegung eines Preises, ohne dass dieser sofort bezahlt werden muss.

Der Vorteil des Termingeschäfts gegenüber dem Spothandel ist, dass es eine geringere Menge an Barvermögen an die Transaktion bindet. Bei einem Spothandel muss jeweils der gesamte Wert der gekauften Handelsobjekte zum Zeitpunkt der Abwicklung bezahlt werden, obwohl diese in gewissen Fällen erst an einem späteren Stichtag vorhanden sein müssen.  Bei einem Termingeschäft hingegen wird nur ein Teil des Gesamtwertes der gekauften Einheiten als Sicherheit zum Zeitpunkt der Transaktion gebunden. Der verbleibende Betrag wird anschließend am Zeitpunkt der Lieferung fällig.

Das Verkaufen mittels Termingeschäft könnte einen geringfügig höheren Preis zur Folge haben, würde aber nicht die Vorteile des sofortigen Barvermögens eines Verkaufs mittels Spothandels ersetzen.

Der Unterschied zwischen „Futures“ und „Forwards“

Sowohl Futures, als auch Forwards sind Verträge über das Kaufen oder Verkaufen eines spezifischen Handelsobjekts an einem bestimmten Datum in der Zukunft zu einem festgesetzten Preis. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Futures standardisierte Verträge sind, die an Börsen gehandelt werden. Ein Forward hingegen ist eine Absprache, die unmittelbar zwischen zwei Vertragsparteien abgeschlossen wird und deshalb eine geringere Standardisierung aufweist.
Sowohl Futures, als auch Forwards können zum Lieferungszeitpunkt physisch geliefert werden, obwohl die meisten Termingeschäftspositionen meistens vor dem Ende der Laufzeit mittels finanzieller Lieferung „glattgestellt“ werden.

Sicherheitshinterlegung

Das Handeln mittels Forwards beinhaltet das Risiko, dass die Gegenparteien zum festgesetzten Liefertermin entweder nicht liefern oder bezahlen können, falls die Märkte sich für sie nachteilig entwickeln.

Um dieses Risiko der Nichterfüllung zu reduzieren, verlangen Börsen von Händlern die Leistung einer Sicherheitszahlung auf ein sogenanntes „Marginkonto“. Typischerweise werden zum Zeitpunkt der Transaktion 10-25% der gesamten Transaktionssumme als Sicherheit auf das Marginkonto überwiesen. Diese Leistung dient als Sicherheit für eine erhöhte Risikoaussetzung im Falle von Änderungen des Zertifikatpreises. Sollte sich der Zertifikatpreis mehr verändern als durch die ursprüngliche Sicherheitsleistung abgedeckt wurde, können weitere Sicherheitsleistungen benötigt werden.

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